
In der Bahnplanung entscheidet nicht das einzelne Gewerk über Qualität und Termine, sondern das Zusammenspiel: Jede Änderung an der Trassierung wirkt auf Signale, Maste, Kettenwerke und Kabelwege. Wo Gewerke in getrennten Systemen planen, wandern diese Änderungen über Exporte und Planlieferungen von Stand zu Stand – und kommen oft zu spät an.
ProVI verbindet Verkehrsanlage, Leit- und Sicherungstechnik und Oberleitung in einem gemeinsamen, assoziativen Modell – mit der Kabeltrassenplanung als verbindendem Querschnittsgewerk. Ändert sich die Gleislage, sind die Auswirkungen auf alle Gewerke direkt im Projekt sichtbar. Planerinnen und Planer prüfen Folgen und schreiben ihre Fachplanung fort, ohne Informationen über Exporte, Nachmodellierung oder manuelle Abgleiche zusammenzuführen.
Als Standard-Trassierungsprogramm bei der Deutschen Bahn gehört ProVI seit Jahren zu den führenden Systemen für die Planung von Schienenverkehrswegen – bis in Planunterlagen und PlanPro XML. Gesamtplaner gewinnen Transparenz über den Projektstand, spezialisierte Ingenieurbüros reduzieren Schnittstellenaufwand, Auftraggeber erhalten eine belastbare Grundlage für Entscheidungen, Termine und Kosten. So entsteht Bahnplanung, die Änderungen beherrschbar macht.
Die Verkehrsanlage ist das Fundament des gemeinsamen Modells. Trassierung, Trassenaufbau mit Oberbau und Unterbau, Bahnsteiganlage und weitere Objekte werden auf einer konsistenten Datenbasis geführt und stehen den angrenzenden Gewerken direkt zur Verfügung – nicht als Export, sondern als aktuelle Referenz. Ändert sich die Gleisgeometrie, sind die Auswirkungen auf Signale, Oberleitungsobjekte und Kabelwege sofort nachvollziehbar. So lassen sich Abhängigkeiten früher prüfen und komplexe Projekte sicherer steuern.
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Die Kabeltrassenplanung ist das Querschnittsgewerk, das alle Disziplinen verbindet: Der Kabeltiefbau stammt aus der Verkehrsanlage, die darin geführten Kabel aus den Ausrüstungsgewerken Leit- und Sicherungstechnik, Telekommunikation und 50 Hz. Kabelwege, Schächte, Querungen und Belegungen bleiben mit den relevanten Objekten im Modell verbunden. Änderungen an Gleislage, Signalen, Weichenantrieben oder Maststandorten zeigen unmittelbar, welche Tröge, Schächte oder Belegungen betroffen sind. Das reduziert Planstandsfehler, manuelle Abgleiche und Koordinationsaufwand.
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Die Leit- und Sicherungstechnik wird unmittelbar auf der aktuellen Trassierung geplant – im selben Modell, nicht auf importierten Ständen. Signale, Achszähler, Fahrstraßen und weitere Objekte bleiben mit Achsen, Bauzuständen und angrenzenden Gewerken verbunden. Ändert sich die Verkehrsanlage, sind die fachlichen Auswirkungen sofort nachvollziehbar; Planungsdaten werden konsistent fortgeschrieben und Medienbrüche vermieden – bis in Planunterlagen, Tabellen und PlanPro XML.
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Die Oberleitungsplanung arbeitet direkt auf den Planungsdaten von Verkehrsanlage, Leit- und Sicherungstechnik und Kabeltrassenplanung. Maststandorte, Ausleger und Kettenwerk sind Planungsobjekte mit Eigenschaften, Abhängigkeiten und Bezug zu Gleislage, Bestand und Bauzuständen. Ändert sich die Gleisanlage, sind betroffene Objekte sofort im Projekt sichtbar. Das erleichtert die Abstimmung zwischen den Gewerken, verkürzt Korrekturschleifen und reduziert Reibungsverluste.
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